Treffen der Traumpfade-Wegepaten

Regelmäßig treffen sich die 20 Traumpfade-Wegepaten gemeinsam mit dem Wegemanager und der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) als Projektträger der Traumpfade zum Erfahrungsaustausch. Vor wenigen Tagen hat dieses Treffen wieder im Kreishaus stattgefunden.


Sie tun alles, damit sich die Traumpfade den Wanderern im besten Licht zeigen – die Traumpfade-Wegepaten.

Dank für großes ehrenamtliches Engagement

Fehlerfrei, lückenlos und eindeutig – das sind die Kernkriterien, damit eine Tour für den Wanderer nicht zum Ratespiel gerät. Denn gerade die Traumpfade werben damit, dass sie „unverlaufbar“ markiert und beschildert sind. Zwar sind die Wegepaten in Sachen Markierungsrichtlinien bereits ausführlich geschult. Doch um den hohen Qualitätsstandard der Wege zu halten, führt die REMET jedes Jahr eine Fortbildungsveranstaltung für sie durch. „Problemfälle und Besonderheiten müssen immer wieder durchgespielt werden“, führt Wegemanager Michael Sterr an, „wie beim jährlichen Simulatortraining für Piloten.“

Als Grundlage dient der Wanderwege-Leitfaden. Markiert werden muss hiernach direkt in oder vor der Kreuzung, direkt danach sowie noch 50 Meter später mit einem sogenannten Beruhigungs- oder Bestätigungszeichen. Sterr: „Sie geben so dem Wanderer Sicherheit.“ Und falls es keinen Kreuzungswechsel gibt? „Dann ist alle 200 Meter ein Beruhigungszeichen anzubringen“, erläutert Sterr. „Denn die Traumpfade stehen wie alle Premiumwege für entspanntes Wandern. Der Wanderer darf sich keine Gedanken machen, ob er noch auf dem richtigen Weg ist.“

Ob wackelnde Markierungspfosten oder notwendige Erneuerung verblassender Farbmarkierungen: Keine wichtige Frage der auch untereinander eifrig fachsimpelnden Wegepaten bleibt bei dem zweistündigen Erfahrungsaustausch unbeantwortet. Auf Sicherheitsaspekte wie das sogenannte vertikale Lichtraumprofil von 2,25 Metern bei Wegweiserschildern wird genauso eingegangen wie auf das optische Erscheinungsbild von Spitzenwanderwegen wie den Traumpfaden. Zum umfangreichen Job der Wegepaten gehören auch kleinere Freischneidearbeiten von in den Weg hineinragendem Gehölz oder Gestrüpp. Auch aufgrund des natürlichen Baumwuchses eingewachsene und dadurch verbogene Plaketten werden von den Wegepaten bei ihrer Begehung entfernt. Das entsprechende Werkzeug hierfür haben alle Wegepaten von der REMET erhalten.

„Weiterbildung ist heute in allen Bereichen unerlässlich. Gerade auch was die Instandhaltung und Pflege von Wanderwegen betrifft, die vom qualitativen Anspruch her so hoch angesiedelt sind wie unsere „Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land“, sagt Michael Schwippert vom Projektbüro Traumpfade der REMET. „Daher ist uns der Erfahrungsaustausch der verschiedenen Partner im gemeinsamen Projekt auch sehr wichtig“, so Schwippert.

Wegemanager Michael Sterr sensibilisiert die Wegepaten auch zum Thema Verkehrssicherheit: „Wir kümmern uns auf den Traumpfaden auch um die Infrastruktur, die der Allgemeinheit zur Verfügung steht, und schauen nicht nur etwa nach der Stabilität von Wegweiserpfosten“. Will heißen: Es geht nicht allein um eine regelmäßige Überprüfung von speziell für den Wanderer wichtigen Elementen, zum Beispiel Bänken oder Rastplätzen. Beim Qualitäts- und Sicherheits-Check gilt es, die gesamte Infrastruktur des Weges zu berücksichtigen – also auch den Zustand etwa von Brücken, Geländern oder Stufen auf dem Traumpfad ins Visier zu nehmen. Stellen Wegemanager oder Wegepaten ein Problem fest, wird dies an die zuständige Kommune übermittelt, die klären muss, ob hier bereits Gefahrenpotenzial gegeben ist. „Auch herausstehende Eisen an Holzstufen können ein Problem darstellen“, so der Wegemanager. „Die Zielsetzung ist ganz klar: Es darf nicht zu Verletzungen bei Menschen kommen“, instruierte er die Ehrenamtler und ging beim Thema Verkehrssicherungspflicht im Wald auch auf den wichtigen Unterschied zwischen sogenannten typischen und atypischen Gefahren ein. Denn typische Gefahren im Wald, wie ein Astbruch, sind vom Waldbesucher in Kauf zu nehmen. „Aber was ist, wenn ein Pfad eine starke Querneigung hat?“ brachte Sterr weitere Beispiele in die Diskussion ein, um die Wegepaten noch stärker für die Thematik zu sensibilisieren. Leitfragen dabei sind: Was ist naturgegeben und typisch? Und: Was ist künstlich durch Menschenhand geschaffen und könnte für den Nutzer des Weges eine Gefahr darstellen?

Die Ehrenamtler empfanden bei der Veranstaltung gerade auch den Erfahrungsaustausch untereinander als bereichernd. „Hier erhielt man Anregungen aus der Praxis von Wegepate zu Wegepate“, freute sich etwa Dieter Reif aus Bell.

„Der Einsatz der ehrenamtlich Tätigen ist kaum zu ermessen. Ohne das große Engagement der Wegepaten wäre das Qualitäts- und Erfolgsprojekt Traumpfade, das insgesamt mehr als 300 Kilometer Länge an Premiumwegen aufweist, in dieser Weise nicht aufrechtzuerhalten“, bilanziert Michael Schwippert vom Projektbüro. „Unsere Wegepaten machen die Traumpfade zu „Ihren“ Traumpfaden. Unzählige Male werden die Wege und seine Zuwegungen im Jahr begangen, markiert, die Beschilderung kontrolliert, Büsche beschnitten, Treppenstufen nachgesehen und alles dafür getan, dass sich der Traumpfad den Wanderern im besten Licht zeigt. Zehntausenden Wanderern bereiten die Wegepaten auf diesem Weg puren Wandergenuss. All dies ist nicht selbstverständlich. Deshalb möchten wir auch auf diesem Weg nochmals sehr herzlich Dank sagen“, so Schwippert namens des gesamten Traumpfade-Teams.

Im Juni trifft man sich wieder – beim Wegepaten-Stammtisch in Bell.

Wegemanagement ist gesichert

Gerade für qualitativ hochstehende Wandertouren wie die 26 Traumpfade und den dazugehörigen Themenweg in Premiumqualität muss eine dauerhafte Pflege und Unterhaltung gewährleistet sein. Die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) hat hierzu ein qualifiziertes Wegemanagement ins Leben gerufen: Es besteht aus Traumpfade-Wegemanager Michael Sterr und 20 ehrenamtlichen Wegepaten. Sterr nimmt im Auftrag der REMET jährlich eine Qualitätsanalyse eines jeden Weges vor; zusätzlich gehen die Wegepaten mindestens zweimal im Jahr alle Traumpfade vollständig ab. Das Wegemanagement und dessen Finanzierung sind von der REMET bis 2019 gesichert.


I hike !

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