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19. November 2009

Bodensee-Touristiker erkunden die Traumpfade

Startpunkt des Traumpfades Vulkanpfad in Ettringen

Bürgermeister Gerd Heilmann begrüßt die Gäste vom Bodensee im Restaurant Hammesmühle in St. Johann

Mit jährlich rund 6 Millionen Übernachtungen und einem Vielfachen an Tagesbesuchern zählt die engere Bodenseeregion zu „den“ touristischen Zentren Mitteleuropas. Bekannte Orte wie die Insel Mainau, Bregenz, Lindau oder Friedrichshafen wecken seit Generationen die Reiselust. Aber auch hier will man den neuen Tourismustrend – das Wandern auf Premiumniveau - nicht verpassen und setzt auf eine Neupositionierung am Markt. Und da orientiert man sich bei den Marktführern. 18 Bodensee-Touristiker waren jetzt zwei Tage auf den Traumpfaden im Rhein-Mosel-Eifel-Land zu Gast, dem Leuchtturmprojekt des Landes Rheinland-Pfalz.

13 Uhr. Nach 6 stündiger Fahrt kommt der Bus aus Marktdorf/Bodensee am Restaurant Hammesmühle in St. Johann an. Traumpfade-Projektleiter Michael Schwippert und Berater Jochen Becker von den ProjektPartnerWandern begrüßen die 18 Gäste bei strahlendem Sonnenschein. Auch Gerd Heilmann, Bürgermeister der VG Vordereifel lässt es sich nicht nehmen, die Gäste aus dem Süden Deutschlands in der Eifel willkommen zu heißen. Nach Stärkung mit heimischem Sauerbraten oder Wildgulasch geht es gemeinsam auf den Traumpfad Vulkanpfad. Unter Führung des Traumpfade-Wegepaten Hans-Werner Krutwig erwandert die Gruppe den 6,6 Kilometer langen Rundweg, der an der Ettringer Hochsimmerhalle startet und traumhafte Ausblicke auf die Vulkanlandschaft, das Kottenheimer Winfeld und die Kraterhöhlen „Sieben Stuben“ bietet. Um 17.30 Uhr geht es dann vom praktischen Wandern zur Theorie. Nach Begrüßung durch Bürgermeister Jörg Lempertz, Bürgermeister der VG Mendig und stellvertretender Verbandsvorsteher der REMET, berichtet Michael Schwippert im Hotel Hansa über Hintergründe, Umsetzung und Ergebnisse des Traumpfade-Konzeptes und gibt konkrete Tipps, wie ein derartiges Projekt umzusetzen ist. Nach Besichtigung der Mendiger Felsenkeller geht es ins nahe gelegene Vulkanbrauhaus, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen und Erfahrungen auszutauschen.

Und was sagen die Gäste aus dem Süden der Republik zum Leuchtturmprojekt Traumpfade? Maria Wirth, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Markdorf, zeigt sich vom Vulkanpfad und dem gesamten Traumpfad-Konzept begeistert: „Eine solche Qualität in Bezug auf Wegeauswahl, Beschilderung, Möblierung habe ich Deutschlandweit noch nicht angetroffen“. Barbara Kohlpointner, Leiterin der Tourismusgemeinschaft Gehrenberg-Bodensee ist ebenso fasziniert: „Die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum der unterschiedlichen Landschaften Rhein, Mosel und Eifel auf engem Raum unter der gemeinsamen Dachmarke Traumpfade ist einzigartig“, so Kohlpointner. Sie macht deutlich, dass man zunächst eine Umsetzung von fünf Rundwanderwegen im nördlichen Bodensee-Gebiet nach dem Vorbild der Traumpfade anstrebt. Ziel ist eine Realisierung bis Sommer 2011.

Und was meint einer der Gastgeber? Projektleiter Michael Schwippert: „Wir waren überrascht, dass sich die Einzigartigkeit unseres Traumpfade-Projektes bis zum Süden der Republik herumgesprochen hat. Es spricht für das Projekt, dass man von einem der touristischen Zentren Mitteleuropas zu uns kommt und schaut, wie man heute wandert. Das ist toll und bedeutet einen weiteren Motivationsschub für unser Team.“ Anfang des kommenden Jahres hat sich eine weitere Gruppe angekündigt. Touristiker aus Meran in Südtirol – dem Wandermekka schlechthin - werden sich auf den Traumpfaden Anregungen für die Realisierung eigener Wanderwege holen. „Eventuell ergeben sich ja Kooperationen, die uns zusätzliche Wandergäste bescheren“, so Schwippert.

Routenplaner Traumpfade