Traumpfade-Projekt: eine Erfolgsgeschichte
Auf der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB Berlin, stellte der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Tourismusminister Hendrik Hering und der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Dr. Alexander Saftig, Verbandsvorsteher der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) die Traumpfade vor. Beide wurden unterstützt vom deutschen Wanderexperten Dr. Rainer Brämer, Berater und Wegescout bei Konzeption und Umsetzung der insgesamt 26 Traumpfade.
„Dem Wandertourismus kommt bei der weiteren Entwicklung des Tourismus in unserem Land eine besondere Bedeutung zu“, betonte Hering. „Die Traumpfade im Landkreis Mayen-Koblenz sind ein Erfolgsmodell, das sich sehr gut in die landesweiten Planungen für Prädikatswanderwege einfügt. Mit den 19 bereits fertig gestellten und den sieben neuen Traumpfaden wird ein hervorragendes Angebot an qualitativ hochwertigen Wanderwegen vorgehalten und zugleich ein wichtiger Grundstein für eine noch stärkere touristische Wertschöpfung in der Region gelegt“, sagte der Minister. Die vom Land gewährte Förderung in Höhe von rund 435.000 Euro für das Projekt sei daher gut angelegt.
„Wir haben aufs richtige Pferd gesetzt“, bestätigte auch Dr. Alexander Saftig, „denn wir erhalten unglaublich viele positive Rückmeldungen von Wanderern.“ Wegeauswahl und -führung, Beschilderung und Möblierung der bereits eingerichteten 19 Premiumwanderwege mit Waldsofas und Traumstationen finden bei Wanderern aus dem gesamten Bundesgebiet großen Anklang. Die letzte Staffel von sieben neuen Wegen wird am 6. Juni 2010 eröffnet. Auf der Internet-Website www.traumpfade.info werden monatlich durchschnittlich 13.000 Besucher gezählt, im Internet-Forum „Wer kennt wen?“ haben sich schon über 200 „Freunde der Traumpfade“ zusammengefunden, die sich regelmäßig vor Ort treffen. „Unser ehrgeiziges Ziel, Einzug in die Wanderbundesliga zu halten, haben wir mehr als erreicht“, zieht der Landrat Bilanz, „es war möglich, weil Kommunen, Behörden und über 70 ehrenamtliche Unterstützer an einem Strang gezogen haben.“
Weit mehr als 100.000 Wanderer in 2009
Vom Start weg wurde der Traumpfad „Virne-Burgweg“ als Deutschlands schönster Wanderweg ausgezeichnet. Er bescherte dem mit rund 1,7 Millionen Euro finanzierten Projekt der Genuss-Wanderwege eine „große überregionale Öffentlichkeit und eine Spitzenposition“, so Dr. Saftig. Weit mehr als 100.000 Wanderer haben allein im vergangenen Jahr die Traumpfade, die Rhein, Mosel und Eifel aus einer Hand bieten, erkundet. Reiseveranstalter sind aufmerksam geworden und haben eigene Traumpfade-Pauschalen aufgelegt. Die erste Auflage von 5.000 Wanderführern und Wanderkarten wurde innerhalb von drei Monaten verkauft.
Nach den öffentlichen ziehen die privaten Investoren nach. Bereits 20 Betriebe im Landkreis haben sich im vergangenen Jahr als „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ qualifizieren lassen. Sie erfüllen bundesweite Qualitätsstandards.
„Überraschend schnell“, so erläuterte Dr. Rainer Brämer, „hat sich gezeigt, dass viele Traumpfade-Wanderer Stammgäste mit hohem Übernachtungspotenzial werden.“ Sie ziehen nicht wie Etappenwanderer von Ort zu Ort, sondern bleiben laut Brämer „trotz ihres größeren Entscheidungsspielraumes Standortgäste“.
Spitze des Modernisierungsprozesses im Wandertourismus
Die Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land markieren für Brämer „die Spitze des Modernisierungsprozesses im Wandertourismus in Deutschland.“ Brämer: „Sie fungieren als Benchmark erlebnisorientierter Premiumwanderwege.“ Als eine „konsequent vermarktete Wandermarke, die sich an den Sehnsüchten und Träumen ihrer Gäste ausrichtet“ punkten die 19 und demnächst 26 Traumpfade mit unterschiedlichen Touren und besonders hohem Erlebnisgehalt in einer vielfältig gestalteten Landschaft, so Brämer weiter. Gäste und Einheimische können täglich entscheiden, ob, wo, wie lange und mit welchem Themenschwerpunkt sie unterwegs sein wollen. Im individuellen Rhythmus haben sie die Möglichkeit, Stück für Stück alle Touren abzuwandern. Im Rhein-Mosel-Eifel-Land haben sie die Wahl zwischen wein-, fels- und schluchtenreichen Pfaden an der Mosel, weiten Ausblicken über das Rheintal, abwechslungsreich-hügeligen Runden im Eifel-Vorfeld und Wacholder-Steigen in der Hocheifel. Brämer: „Ein wettbewerbsfähiger ‚à la carte’-Wanderkosmos im Kleinen.“







