Zum Wanderausflug ins Kreishaus

Wie hoch ist denn nun der „Wasserfall“ am Waldsee bei Rieden? Ganze 15 oder doch nur 10 Zentimeter? Landrat Dr. Alexander Saftig (links) und Klaus-Peter Kappest hatten beim Gang durch die Fotoschau sichtlich Spaß.
KOBLENZ/KREIS MYK. Für den renommierten Reisefotografen Klaus-Peter Kappest ist der Landkreis Mayen-Koblenz mit seinem Premiumwanderprojekt „Traumpfade“ eine der abwechslungsreichsten, wenn nicht gar die spannendste Wanderregion Deutschlands. Für die Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (Remet) hat er in tausenden von Fotos alle 26 Traumpfade mit ihren Höhepunkten und Charakteristika im Bild festgehalten. In der Ausstellung „Traumpfad-Impressionen“ im Kreishaus präsentiert der international bekannte Fotokünstler jetzt seine 32 persönlichen Lieblingsbilder. Veranstaltet wird die Wanderausstellung vom Projektbüro Traumpfade der Remet.
Zu sehen sind teils atemberaubende Aufnahmen, so ein spektakulärer Sonnenuntergang hinter dem Vulkan Sulzbusch oder der Blick vom Bleidenberg über das Moseltal ins Maifeld – mit den wie ein Wasserfall aus der Wolkendecke hervorbrechenden Sonnenstrahlen. Die in goldenes Licht getauchten Landschaften bei Virneburg oder Boos faszinieren ebenso wie die weiten, klaren Blicke vom Burgfried der Ehrenburg ins Ehrenburger Tal oder vom Bopparder Hamm ins Rheintal. Märchenhaft mutet das Brexbachtal bei Sayn an, künstlerisch die durch ein Rapsfeld fotografierte Münstermaifelder Stiftskirche St. Martin und Severus und außergewöhnlich die „Parade der Weinglasbilder“, etwa mit dem sich im vollen Weinglas spiegelnden Rhenser Rathaus.
„Klaus-Peter Kappest hat mit seinen Bildern unsere Traumpfade hervorragend in Szene gesetzt“, hob Landrat Dr. Alexander Saftig bei der Ausstellungseröffnung hervor. Für den aus dem Rothaargebirge stammenden Fotografen bieten die Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land mit ihrer enormen Vielfalt „auf engem Raum alles, was man sich als Wanderer nur erträumen kann“. Bei einer der Aufnahmen war sogar der Landrat baff: Denn am Waldsee bei Rieden hat Kappest einen tosenden Wasserfall aufgenommen. In Wirklichkeit ist dieser nur wenige Zentimeter hoch – wenn man die Perspektive des Fotografen verlässt.
Die Ausstellung „Traumpfad-Impressionen“ ist im Kreishaus, 2. Stock, bis zum 11. Juni zu sehen. Danach gastiert sie im Geysir-Erlebniszentrum in Andernach, im Lava-Dome in Mendig und im Eisenkunstguss-Museum in Bendorf.






